Probezeit-Fluktuation
Anteil der Neueinstellungen, die innerhalb der Probezeit (meist sechs Monate) das Unternehmen wieder verlassen.
Was misst sie?
Die Probezeit-Fluktuation teilt die Zahl der Austritte innerhalb der Probezeit durch die Zahl der Neueinstellungen im gleichen Zeitraum. Sie ist eine der teuersten Kennzahlen: Jede gescheiterte Einstellung kostet in der Regel das ein- bis dreifache Jahresgehalt (Recruitingkosten plus verlorene Einarbeitung plus Teamunruhe).
Warum so wichtig?
Probezeit-Fluktuation zeigt nicht nur Onboarding-Qualität — sie ist ein Indikator für mehrere Probleme gleichzeitig:
- Falsche Auswahl im Recruiting (Erwartungen stimmten nicht überein)
- Schlechtes Onboarding (Integration misslang)
- Kulturelle Fehlpassung (Mensch passt nicht in das Team)
- Mangelhafte Führung in den ersten Wochen
Zielwerte
Branchenabhängig stark unterschiedlich. Als Faustregel gilt: Eine Probezeit-Fluktuation über 15% ist ein Handlungssignal. Unter 10% ist solide. Top-Werte liegen bei 3–5%.