Buddy-System
Im Onboarding zugewiesener Kollege auf Augenhöhe, der neue Mitarbeiter informell begleitet — außerhalb der Führungslinie.
Was ist ein Buddy?
Ein Buddy ist ein Kollege auf gleicher Hierarchieebene (nicht Vorgesetzter, nicht HR), der einen neuen Mitarbeiter in den ersten Wochen begleitet. Er beantwortet die informellen Fragen, die im offiziellen Onboarding selten auftauchen: „Wie läuft hier die Urlaubsbeantragung?", „Sagt man hier Du oder Sie?", „Wo holt man gute Kaffee?"
Wichtig: Klare Abgrenzung
Der Buddy ist nicht der direkte Vorgesetzte, nicht beurteilender Teil der Probezeit-Entscheidung, nicht HR-nahe. Die Trennung macht das System erst wertvoll — der neue Mitarbeiter kann ehrlich fragen, ohne taktische Überlegungen.
Rahmenbedingungen
- Freiwillig auf beiden Seiten
- Meist 1–2 Stunden pro Woche in den ersten 8 Wochen
- Kurzes Briefing für den Buddy vor Start
- Kleine Anerkennung für die Rolle (z.B. Zeitkontingent, kleines Budget)
Warum wirksam
Buddies machen das implizite Wissen der Organisation zugänglich, das in Onboarding-Präsentationen nicht vorkommt. Sie reduzieren die soziale Isolation der ersten Wochen — einer der häufigsten unausgesprochenen Gründe für Probezeit-Fluktuation.